Was hat das BME-Symposium gebracht?

Was hat das diesjährige BME-Symposium in Berlin gebracht? Vor allem die bereits vertraute Erkenntnis, dass die Digitalisierung die Unternehmen umtreibt. Der „Faktor 4.0“ durchzog vom 8. bis 12. November 2017 im Berliner Hotel Interconti nahezu jede der zahlreichen Fachkonferenzen. Da gaben große und kleine Unternehmen Einblick in ihre Strategien der Vernetzung mit Fachabteilungen und externen Partnern. Lange Prozesse … klar. Nicht immer einfach … auch das. Richtig konkret wurde es aber leider nur selten. Botschaften werden eben nicht packender, je öfter man sie wiederholt. Buzzwords umschrieben ein „big picture“. Vertreter kleinerer Organisationen nahmen staunend zur Kenntnis, wie weit „andere“ zu sein scheinen.

Was nehmen Teilnehmer – die Beobachter – an konkreten Anleitungen mit? Was lässt sich tatsächlich im Alltag „implementieren“? Das bleibt die entscheidende Frage. Vieles findet noch in den Köpfen statt, manches existiert auf dem Reißbrett – zumeist gezeichnet als Optimal-Zustand, ohne Einbezug von unweigerlichen alltäglichen Einschlägen. Es gibt Inseln, auf denen Leben herrscht, aber es existiert vielfach noch kein regelmäßiger Schiffsfahrplan. Wohin der Weg des Einkaufs und der Supply Chain in einzelnen Unternehmen führen wird, lässt sich auch durch eine Glaskugel nur bedingt prophezeien. Berater zeichnen Szenarien. Entscheidend wird sein, welches „big picture“ sich Einkauf und Supply-Chain-Organisationen zutrauen. Dazu gehört freilich, auch einmal couragiert „auf den Tisch zu hauen“. Wenn andere Stakeholder im Unternehmen über „4.0“ reden, dann sollte der Einkauf mit am Tisch sitzen. Aktiv und mit „innovativen“ Ideen und Maßnahmen zur Zusammenarbeit, Wissensteilung und Know-how-Generierung überzeugen. Eine große Anforderung, aber keine unüberwindliche Hürde. Einkaufsabteilungen und Supply-Chain-Organisationen haben mehr denn je die Möglichkeit aber auch die Verpflichtung, relevanten Einfluss auf die Effizienz und Wertschöpfung, letztlich die Ergebnissituation und den Erfolg eines Unternehmens entscheidend mitzugestalten.

Überzeugen und entscheidende Akzente kann allerdings nur setzen, wer seine Hausaufgaben gemacht hat. Risikomanagement, Optionen effizienterer Prozesse, Compliance und Nachhaltigkeit, Auswirkungen der Osterweiterung, Irritationen durch neuen Nationalismus, Umgang mit Handelshemmnissen und Volatilitäten, die Versuche der Verankerung einer neuen Unternehmenskultur … der Einkauf hat eine ganze Reihe „analoger“ Herausforderungen zu bewältigen. Ebenso spannend: intensive und neue Formen der Kooperation mit Lieferanten, Generierung nachhaltiger Innovation, Gewinnung und vor allem Bindung von Talenten für die eigene Organisation. Der „Faktor 4.0“ wird in dem Zusammenhang dann oftmals als „zusätzliche Herausforderung“ empfunden – so war zumindest am Rande (also unter vier bis sechs Augen) in Berlin zu vernehmen. Wir antworten: „4.0“ macht vieles leichter, wenn man sich ohne Scheuklappen und mit „vernünftiger Neugier“ darauf einlässt. Die Zeiten, in denen sich scheinbar wirklich alles mit Excel-Tabellen erschlagen ließ, sind unwiderruflich vorbei. Längst gibt es adäquate Tools, die auch kleinen Unternehmen den Einstieg in die Digitalisierung und das strukturierte Vorankommen Schritt für Schritt ermöglichen. Die gute Nachricht: Auch „Große“ können nicht ohne KMU agieren. Sie haben ein Interesse daran, dass gute Partner – gleich welcher Größe – nachziehen und sich nicht ausbremsen lassen. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass führende Unternehmen, in Hinblick auf effiziente und digitalisierte Prozesse mit spürbarem Nachdruck die Zügel anzuziehen und ambitionierte (Zeit-)Ziele setzen.

Das BME-Symposium hat mal wieder verdeutlicht – wie auch das jährliche Einkaufsforum des BMÖ in Wien im Oktober – dass es in allen Branchen Vorreiter gibt. Hinter allen Best-Practice-Berichten steht (in der Regel unausgesprochen) die Tatsache, dass sich Erfolge im Einkauf und der Supply Chain regelmäßig nur durch umfangreiche Neustrukturierung der relevanten Prozesse erreichen lassen. Je größer und globaler eine Organisation aufgestellt ist, desto mehr Reibungspunkte gibt es entlang der diversen Schnittstellen intern und extern zu managen. Mensch und die IT gehen nicht immer sofort zusammen. Silo-Denken und Silo-Handeln ist bequem. Sich zu öffnen erfordert nicht nur Einsicht und Weitblick, sondern auch Mut und an einigen Stellen Verzicht, etwa auf personalisierte Prozessabläufe und vertraute Handlungsstränge. Der Verweis auf die Bedeutung von „Change“ zierte so manche Präsentation in Berlin. Das ist gut so. Denn die Bereitschaft hierzu wird in den kommenden Jahren für erfolgreiche Einkaufs- und Supply-Chain-Organisationen entscheidend sein.

 

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Gregor van Ackeren
Geschäftsführender Gesellschafter

VDMG consult GmbH (Oberhausen)
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